Die Wall Street nimmt Irland aufs Korn. Die nächste Runde des Finanzkrieges gegen Europa beginnt

Noch im November 2009 waren Devisenhändler und Mainstream-Ökonomen davon überzeugt, dass der Dollar kurz vor dem Absturz stehe. Das US-Haushaltsdefizit, das unter Präsident Obama für unabsehbare Zeit auf über eine Billion Dollar jährlich gestiegen ist, die allgemeine Schwäche der US-Wirtschaft und der historisch niedrige Zinssatz der Federal Reserve lasteten Ende 2009 schwer auf dem Dollar. Dagegen gewann der Euro als alternative Reservewährung an Format, eine Veränderung, welche die US-Macht in ihrem Kern bedrohte. Doch plötzlich war alles anders, als bekannt wurde, dass eine Ratingagentur die Kreditwürdigkeit Griechenlands herabgestuft hatte. Abrupt galt der Euro als schwache Währung. Die Player an den weltweiten Finanzmärkten werden häufig als Lemminge beschrieben, die stets dem allgemeinen Konsens hinterherrennen. Genau das geschah beim Euro. Jetzt, wo Stützungsmaßnahmen für Griechenland und andere gefährdete Länder der Eurozone – Irland, Portugal und Spanien – greifen, ist der Euro wieder erstarkt und der Dollar verliert erneut an Boden. Es gibt Grund zu der Annahme, dass die Wall Street eine erneute Attacke auf den Euro vorbereitet, dieses Mal gegen Irland.

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